Gräfin
Tita hat Sorgen: Das Geld ist alle, und wenn nicht ganz
schnell eine ihrer beiden Töchter den Prinzen heiratet,
ist das hübsche Stadtschloss futsch. Aber leider ist
Erna ein bisschen zu dumm und Johanna ein bisschen zu klug
und will weder von Männern noch vom Heiraten etwas
wissen.
Prinz Hamlet will auch nicht heiraten. Und König werden will er schon gar
nicht, denn Prinz Hamlet ist Sozialist, und wenn es nach ihm ginge, wären
alle Untertanen freie Mäuse.
Kein Wunder, dass Königin Viktoria und Gräfin Tita sich schnell einig
sind: Je schneller geheiratet wird in Mausehausen, um so besser.
Und so wäre es vielleicht auch gekommen - wenn sich Fee Aurora nicht eingemischt
hätte. Aurora hat nämlich eine ziemlich eigene Auffassung davon, wie
man heutzutage als Cinderella zu seinem Prinzen kommt. Und so verliebt sich Erna
statt in den Prinzen in eine Halbmaus und der Prinz statt in Johanna in den Ritter
der Mäuse. Und überhaupt ist absolut nichts mehr so wie damals, als
Königin Viktoria ihre gläsernen Pumps auf der Schlosstreppe verlor
und gut erzogene Prinzen noch wussten, was man damit anfängt.
mit: Lynne Williams, Silvia Bitschkowski,
Kathrin Unger, Marcus Hezel, Tillmann von Blomberg, Ilka
Sehnert und Anton Rattinger
„Ein vielschichtiges Vexierbild aus Märchen und
Mythen ist Thomas Zaufke gelungen. Bei allem Wortwitz, hintersinnigen
Anspielungen und dem respektlosen Umgang mit der Verwirrung
der Geschlechter bleibt das Stück dennoch kindertauglich...“
Der Tagesspiegel
„Lund, das ist nicht neu, liebt das Schräge (wie die Gerechtigkeit
auf Erden), und er hat ein großes Herz für alle Kinder von acht bis
achtundachtzig. Weil er außerdem über ein überbordendes Maß an
Phantasie und Reimeskunst verfügt, kommt man aus dem Lachen gar nicht mehr
heraus. Ein Witz reiht sich an den nächsten, da würde nicht mal ein
Käsescheibchen dazwischenpassen. (...) Und wir, die Zuschauer? Glücklich
verlassen wir den Saal. Wissend, daß die Welt, zumindest für einen
Theaterabend, so schön sein kann, wie sie schöner nicht sein kann.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Achtminütiger Dauerapplaus für diesen Märchen-Feger, der
mit Thomas Zaufkes ohrwurmtauglicher Musik und Ulrike Reinhards peppigen Bühnenbildern
garantiert zum Musical-Hit ‘Made in Neukölln’ wird...“
BZ
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