So
machen es alle oder: die Schule der Liebhaber. Mädchentreue,
Weibertreue. Eine macht’s wie die andere. Ein sehr
bedenklicher schlüpfriger Text, zu dem Mozart eine unsterbliche
Musik geschrieben hat. Die Neuköllner Oper befreit das
Werk von seinem zweifelhaften Frauenbild und fragt die Herren
der Schöpfung ganz „entre nous“: Wie hältst
du‘s mit der Treue? 10 Männer - davon 4 an zwei
Klavieren - kämpfen mit der Liebe und um sie. Eine Aufführung
für die ganze große Familie.
Die Fassung der Neuköllner Oper erlebte am 3. Oktober
am Hamburger Schauspielhaus unter der Regie von Robert Lehmeier
ihre zweite erfolgreiche Premiere.
„Das Opernhaus an der Karl-Marx-Str. hat alle
Partien, auch die der Dorabella, Fiordiligi und Despina,
mit Männern besetzt. Sie treten nicht in Röcken
auf. Weder eine Travestieshow noch eine Schwulenoper soll
aus ‘Così fan tutte’ werden. Der Regisseur
Robert Lehmeier will der Frage nach Liebe, Treue und Vertrauen
abseits von geschlechtsspezifischen Rollen nachgehen.“
Berliner Morgenpost
„Winfried Radeke, Komponist, Dirigent, Gründer
der Neuköllner Oper, hat auf 600 Partiturseiten eine
Fassung für vier Männer an zwei Flügeln
erstellt, die die Struktur durchsichtiger, die Musik leichtfüßig
spritziger macht. Peter Lund holt die Gesangstexte vorzüglich
ins helle, leichte Heute.“
Nürnberger Nachrichten
„Bei der Neuköllner Oper hat man sich gefragt,
wie Mozarts Lieblingsoper denn andersrum funktionieren
würde. Nach anfänglicher Skepsis betrachtete
das Premierenpublikum - mit dem Regierenden Bürgermeister
samt Gattin an der Spitze - das Beziehungsdrama unter Schwestern
mit wachsender Überzeugung, zunehmender Heiterkeit
und sogar Rührung.“
Tip
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