DIE  DOLLAR PRINZESSIN
von Leo Fall

 

Alice Couder ist eine selbstständige junge Dame und hat ihrem Millionärspapa schon lange die Leitung der Geschäfte aus der Hand genommen. Nur die Liebe kommt bei aller Karriere ein bißchen zu kurz. Aber Papa Couder, dessen Hobby es ist, europäische Adelige zu sammeln, hat eine perfide Idee:  In Wien gibt’s gerade Sonderangebote; und neben einem schneidigen Gardeoffizier - mit Pferd! - wird rasch noch ein echter Operettentenor bestellt; mit der beiligenden Garantie, jedes Frauenherz binnen 15 Minuten zu brechen. Aber Alice ist nicht jede Frau. Und so dauert es doch abendfüllende, ziemlich komische zwei Stunden, bis sich Alice und ihr befrackter Tenor im Hotel „Alt-Europa„ das Jawort zum Ehegattensplitting geben...

Leo Falls Operetten sind thematisch eine echte Wiederdentdeckung wert; ob mit der Rose von Stambul der Kopftuchstreit oder in der Dollarprinzessin amerikansche Allmachtsphantasien 
ironisch verhandelt werden; die Themen, mit denen Leo Fall Anfang des Jahrhunderts zu einem der erfolgreichsten Operettenkomponisten wurde, sind hundert Jahre später erschreckend aktuell. Der etwas altbackene Text wurde liebevoll neu geschrieben, und die gut gebaute Story blitzt jetzt wieder wie am ersten Tag. Fast noch schöner.

 mit: Frauke Schäfer, Susanne Serfling, Peter Umstadt, Jörg Rathmann, Susanne Rath, Maté Sólyom-Nagy u.a.

„Lund meidet szenische Grobheit, ersetzt sie durch komödiantischen Charme, ausgefeilte Dialoge und Komik der Situation. Eine absolut sehenswerte Aufführung.„
TLA

„Die Neufassung des verstaubten Originaltextes setzte sich spritzig mit dem auch hierzulande herrschenden Glauben, sich alles kaufen zu können, auseinander. Das pure Operettenvergnügen.„

TA
 
 
 

Text von Peter Lund

 

R: Peter Lund
ML: Gerrit Prießnitz
BB:Jürgen Kirner
BK:Reinhild Blaschke

 

 Premiere
6. November 2004
Theater Erfurt