Einer
der größten Operettenerfolge der DDR : Mit viel
Esprit und flottem Foxtrott kämpft sich der VEB „Berliner
Schick“ auf der Leipziger Messe 1960 mit seinem Messeschlager „Gisela“ an
die Spitze – gegen selbstgefällige sächsische
Betriebsleiter, Pariser Modellkleider und West-Berlin-infizierte
Chefsekretärinnen. Dieser musikselige Sieg des Volkes
taucht ein in eine Zeit, als zwei deutsche Hälften noch
sehr neugierig, selbstbewußt, manchmal selbstkritisch
und überraschend oft sehr witzig mit sich ins Gericht
gingen. Noch steht die Mauer nicht und die Köpfe haben
freie Sicht auf „hüben“ und „drüben“ – und
das macht den „Messeschlager“ zu einem erstaunlich
unverkrampften Stück Musiktheater, das in bester Metropoltheatertradition
weder die große Szene noch die eingängige Melodie
scheut.
mit: Silvia Bitschkowski, Urs-Werner Jaeggi, Hartmut Kühn,
Laura Leyh, Antje Rietz, Frank Schwemmer, Monika Tabsch sowie
als Belegschaft VEB Berliner Schick: Marcus Holst, Sophie
Meunier, Myriam Michel, Susanne Richter, Beatrice Rottler
„Was für ein Geniestreich! Wie auch immer
Peter Lund auf dieses Stück gestoßen sein mag,
er hat einen guten Griff getan.“
Neues Deutschland
„(...) Und weil Antje Rietz eine glühend
engagierte Gisela, Silvia Bitschkowski eine altgediente
Modemacherin von kauzigem Schrot und Korn, Urs-Werner Jaeggi
ein devoter sozialistischer Spießer, Frank Schwemmer
ein selbstgerechter Schwätzer und Franziska Forster
eine aberwitzige Ulknudel ist, wird das zwischen Nähsaal,
Kantine und Messehotel furios lavierende Geschehen zu einem
ebenso grandiosen wie nachdenklichen Spaß.“
Märkische Allgemeine
„Gerd Natschinskis Musik hat Schwung. Von Frank
Schwemmer für die Sänger anspruchsvoll arrangiert,
von Hans-Peter Kirchbergs Combo beflügelnd gespielt,
zeigt das pfiffig phantasievolle Off-Musiktheater einmal
mehr, wieviel das Haus trotz allzu schmalem Etat leistet.“
Die Welt
„Und wieder einmal beweist die Neuköllner
Oper: Gutes Musiktheater hat nichts mit der Größe
des Geldbeutels zu tun.“
BZ
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