| Ein Kind
zu haben ist etwas Wunderbares. Aber ein Kind zu bekommen kann
ganz schrecklich schwierig sein. Und für manche Menschen
ist es sogar ganz unmöglich.
Zum Glück gibt es jetzt „CHILDLIKE CREATURES“,
den weltweit führenden
Hersteller bioidentischer Kinder von null bis dreizehn Jahren.
Inklusive Krankenversicherung, Ausbildungskonto und Hochschulgarantie.
Schöner kann man keine Familie werden!
Das finden auch Kristin und Mark. Sie haben sich für
Pino entschieden, einen pfiffigen Knaben von sieben Jahren,
der seinen Eltern laut Gebrauchsanweisung viele Jahre Freude
machen wird. Gesetzt den Fall, er wird so liebevoll behandelt,
wie man Kinder und Computer eben behandeln sollte.
Und damit fangen die Probleme auch schon an. Denn obwohl
Kristin das Mutterdasein ebenso ehrgeizig angeht wie ihren
Job und Mark als Systemadministrator durchaus etwas von der
Sache versteht, ist ein Kind von CHILDLIKE CREATURES ja keine
Maschine, sondern ein richtiges Kind. Das kann man nicht
mal eben so auf StandBy stellen, wenn Mama noch mal ins Büro
muß oder Papa sich kurz im Internet erholen will. Aber
Pino ist ein richtiges Kind. Und darauf programmiert, daß Mama
und Papa sich lieb haben.
Deswegen kann die junge Frau, die Papa da gerade lieb hat,
auch nur seine Mama sein. Davon ist Pino ebenso überzeugt
wie Kitten glaubt, daß Pino nicht alle Tassen im Schrank
hat. Wer will schon eine Prostituierte als Mutter? Aber Pino
will. Und wenn ein Kind von CHILDLIKE CREATURES sich etwas
vorgenommen hat, dann bekommt es das auch.
mit
Jeanette Claßen, Juliane Dreyer, Camilla Kallfaß,
Martin Kiuntke, Karolina Kubiak, Lars Redlich, Andreas Röder,
Francisco Del Solar, Sebastian Smulders
Nach „LETTERLAND“ und „HELD MÜLLER“ gehen
Thomas Zaufke und Peter Lund mit ihrem neuesten Musical einmal
mehr auf die Reise in die bundesrepublikanische Wirklichkeit-
diesmal allerdings in eine fiktive Zukunft, wo Kinder käuflich
und Liebe technisch möglich ist. Das Eltern dadurch
nicht besser und Beziehungen nicht schöner werden, überrascht
vielleicht nicht besonders. Absolut überraschend ist
allerdings die Erkenntnis, wie nah wir heute schon einer
Welt gekommen sind, in der wir unsere Kinder gerne ebenso
zuverlässig hätten wie unsere Laptops. Und ebenso
empört sind, wenn sie mal abstürzen.
Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Buch/Regie) haben
wieder ein Meisterwerk abgeliefert. "Kauf dir ein
Kind" ist gleichermaßen Glorifikation und ironische
Subversion der Musical-Gattung, ist krasses Kabarett, unflätiges
Sozial-Theater und nicht zuletzt eine umwerfende Dance-Revue
(Choreographie: Neva Howard). Die acht Darsteller, allesamt
der Charlottenburger Talentschmiede UdK entsprungen, machen
diesen Kinderkauf zum schärfsten Renner der Saison.
... Die Neuköllner Oper ist und bleibt das Mekka des
Musicals in Deutschland!
Berliner Morgenpost
Kauf Dir ein Kind« ist eine hoch professionelle Produktion,
die es locker mit jeder anderen Musicalproduktion aufnehmen
kann.
www. Opern-Blog.de
Für die Neuköllner Oper aber gibt es nach gut zwei
Stunden lautstark vergnügten Jubel: für Peter Lunds
frech und nachdenklich fantasievollen Text, für Thomas
Zaufkes farbige, muntere, temperamentvoll, auch gefühlige
Musik, die Hans-Peter Kirchberg mit kleiner Band bestens
ans Publikum bringt
Märkische Oderzeitung
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