„Wo
ist mein richtiges Ja? Vielleicht läuft es gerade
draußen vorbei, während ich hier mit dir meine
Zeit vertrödle?“ Harte Worte, die Lotte ihrem
Lothar an den Kopf wirft. Aber Lothar nimmt es gelassen
- zu gelassen vielleicht, denn am Nebentisch sitzt Florian,
der Klavier spielen kann.
Lothar und Lotte lieben sich. Das ist ziemlich
klar. Aber sie lieben sich schon so lange! Lotte weiß gar
nicht mehr, seit wann. Vor acht Jahren hat Lothar sie über
die Schwelle getragen und manchmal hat Lotte das Gefühl,
er hätte sie bis heute nicht wieder runtergelassen.
Auf jeden Fall ist Florian erfrischend anders.
Das hört sich nach einer Einfersuchtsgeschichte an.
Ist es natürlich nicht. Denn Lothar, Lotte und Florian
sind aufgeklärte Menschen, die eine solche Situation
als Herausforderung sehen. Und es dauert ziemlich lange,
bis Lothar zu dem Schluß kommt, daß es Zeit
wird, dem Pianisten die Finger zu brechen...
Die erste Zusammenarbeit von Wolfgang Böhmer
und Peter Lund für die legendären „College
of Hearts“ ist ein böses, komisches Kammermusical über
neurotische Großstadtwesen, eiskalte Tagesschausprecherinnen
und die Unmöglichkeit, zu dritt in einem Bett zu schlafen.
Wenn Woody Allens Figuren singen könnten - so ungefähr
dürfte es sich anhören...
mit:
Irene Rindje,
Christoph Swoboda,
Benedikt Eichhorn ,
Michael Merkelbach, Christoph Zeisberg
„In zwei Stunden liefern sich die Schauspieler bissige,
liebevolle und immer wieder verblüffend komische Wortgefechte
und halten dem begeisterten Publikum einen Spiegel vor.“
Die Welt
„Peter Lunds Text trifft die gegenwärtigen Reizthemen.
Er stichelt liebenswürdig, und richtig kühn wird
es, wenn wir von Lothars Eskapaden mit der Nachrichtensprecherin
erfahren. Und auch das Erbe des Theaters als moralische Anstalt
nimmt die freie Szene ernst; es mangelt nicht an Sinnsprüchen,
die man sich gleich übers Klo hängen könnte.
Etwa: Man muß aufpassen, wenn man verliebt ist, sonst
schläft man am Ende mit seinem eigenen Feindbild.“
Der Tagesspiegel
„raffinierte Texte, die auf exhibitionistische Weise
von den fast allseits bekannten Tragödien im zwischenmenschlichen
Miteinander des Lebens erzählen...“
Frankfurter
Allgemeine |