Na also - wird doch!
Die Hauptstadt-Revue
 

Eine Oper zur Zeit: Wir schreiben das Jahr 1998. Ludger, der erste Bonner Abgeordnete will sein Büro beziehen. Er ist ein tapferer Recke, so ganz anderes als die Politiker, die wir kennen und über die wir uns jeden Abend in der Tagesschau ärgern. Er steckt voller Tatendrang, er hat eine Vision und das Herz am rechten Fleck, er kapituliert nicht vor kleinteiligen Fragen und provinziellem Denken. Er verwechselt Parteidisziplin nicht mit dem Sinn des Lebens. Dafür werden wir ihn lieben. Aber bevor er so richtig Fuß fassen kann in der kommenden Metropole Berlin, hat ihm das Schicksal so einiges an Steinen in den Weg gelegt. Er kämpft sich durch das Dickicht der Bürokratie, er nimmt die Hürden der unfreundlichen Verhältnisse.
An seiner Seite hat er eine Berliner Assistentin, zu der er eine immer menschlichere Beziehung findet. Als er schließlich bemerkt, daß diese Assistentin niemand anderes als das personifizierte Berlin ist, scheint das Glück perfekt. Das Mißverständnis ist vorprogrammiert, als seine angetraute Bonner Frau Irmgard die beiden entdeckt.
Wir lauschen Ludgers strahlender Arie „Metropole, nimm mich!“, wir leiden mit Irmgard, die sich in den Fängen der Großstadt verirrt. In revueartigen Bildern erleben wir Berlin in seiner schillernden Eigentümlichkeit. Diese Stadt ist unberechenbar. Schönheit und Wahnsinn geben sich die Klinke in die Hand. Und alle haben sie irgendwie Recht, die Bonner und die Berliner. Am Ende werden alle ihre vorgefaßten Meinungen überdenken müssen: Irmgard kämpft für ihr Berlin!

Mit: Petra Antosch, Silvia Bitschkowski, Klaus Brantzen, Ulrich Grawunder, Guido Hackhausen, Urs-Werner Jaeggi, Djorde Papke, Sibille Roth, Tilman Schladebach, Bettina Wauschke u.a.

 
 
 

vonWinfried Radeke(Musik),
Peter Lund und Jakob Wurster (Buch)

 

R: Peter Lund
ML:Winfried Radekeund
Hans-Peter Kirchberg
BB+BK: Christian Sedelmayer

Uraufführung:
23. November 1995
Neuköllner Oper