Aktuelles

  • 2027

    IN EINEM KLEINEN CAFÉ IRGENDWO  

    Uraufführung

    Die Lieder Hermann Leopoldis kennt in Österreich jeder. Was nicht zuletzt daran liegen mag, dass der jüdische Komponist nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen Exil seinen Landsleuten öffentlich wenig Vorwürfe gemacht hat. Was ihn das gekostet haben mag, weiß keiner. Deshalb ist diese Uraufführung auch keine Biografie. Aber angelehnt an das Leben Leopoldis ist sie dennoch.

    Die Geschichte von dem singenden Kaffeehausbesitzer Ferdinand Kainz, der wie durch ein Wunder aus dem KZ gerettet wird und mit seiner Familie nach New York fliehen kann, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen wird erzählt mit Leopoldis Liedern: „In einem kleinen Café in Hernals“ handelt sich Ferdinand mit dem „Radetzky Foxx“ kräftig Ärger ein, träumt sich in New York zurück in „Mein Österreich“, erlebt in Wien nach dem Krieg  die „Wirtschaftswunderkinder“ und kommt immer wieder zu dem selben Schluss „Es ist Zeit zum Händereichen“. Und wer will da widersprechen? Ab dem 19. Februar im THEATER BADEN 

    PARISER LEBEN

    Operette von Jaques Offenbach  in einer Bearbeitung von Peter Lund 

    Bei seiner Premiere war „Pariser Leben“ ein absolutes Novum: Bis dato hatte sich die junge Operette nur bei den großen Opernstoffen, will sagen im Olymp und bei den griechischen Sagen bedient. Aber hier standen zum ersten Mal Menschen von heute auf der Bühne. Im Boulevard gab es das schon früher, aber im Musiktheater war das eine wirkliche Sensation!

    Dass die Geschichte dramaturgisch dabei nicht ganz so sensationell geriet wie wenige Jahre später in der genialen Fledermaus ist eine schöne Aufgabe für die Regie. Die Idee ist nach wie vor bezaubernd: ein schwedischer Baron nebst Ehefrau will in Paris die feine Gesellschaft kennenlernen. Der junge Stutzer Gardefeu aber will lieber die schwedische Baronin kennenlernen und tischt seinem adeligen Gast das gesamte Pariser Personal als Haute Volée auf. Und das Personal nutzt seine Chance…Ab dem 22. Mai in der STAATSOPERETTE DRESDEN 

    DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN 

    Operette von Emmerich Kálmàn in einer Bearbeitung von Peter Lund 

    ….ist nicht totzukriegen. Und das mit gutem Grund. Wohl kaum eine Operette bringt den Tanz auf dem Vulkan angesichts eines drohenden Krieges besser auf den Punkt als Emmerichs Kálmàns Welterfolg. Und kaum eine ist deshalb gerade aktueller. Leider.

    Diesmal geht die Welt in Braunschweig unter, und zwar open Air. Keine ganz leichte Aufgabe, das Rotlichtmilieu bei untergehender Sonne auf die Bühne zu bringen, aber zum Glück kennen wir das Stück gut und freuen uns, zwölf Jahre nach unserer Premiere an der Wiener Volksoper diesen Stoff noch einmal neu lesen zu dürfen, und zwar ab 21. August am THEATER BRAUNSCHWEIG

     

  • noch auf dem Spielplan

    DAS GLÜCK IST EINE ORANGE 

    Ein neues Musical von ZAUFKE& LUND, diesmal über eine deutsche Brause, die einmal berühmter war als Coca Cola.  Und laut der Süddeutschen Zeitung "die beste Musicalidee seit Jahren!" "SINALCO" erobert vor 120 Jahren die Welt. Und schafft somit das, woran Deutschland 1945 zum zweiten Mal scheitert. Aber für den Firmenleiter und überzeugten Nationalsozialisten Hardorp ist das kein Grund, die Geschicke des Betriebes in die Hände einer neuen Generation zu geben.  Eine Musical-Parabel über unsere junge Bundesrepublik, in der die neuen Besen nur allzu oft die alten waren.

    Ab dem 24. Oktober  im STADTTHEATER DETMOLD 

     

  • 2026

    DER GRAF VON LUXEMBURG   ausgezeichnet mit dem  "Frosch" des Bayerischen Rundfunks! 

    Früher war Léhàr witziger. Da haben die Lustigen Witwen sich noch ihre Männer gekauft und die Revuesängerinnen ihr Adelstitel. Ab dem 'Land des Lächelns' wird es dann wieder ernst und opferbereit für die Damenwelt- ja,  die Operette war dem Zeitgeist schon immer eine Nasenlänge voraus. 

    Aber beim Grafen von Luxemburg von 1912 ist die Welt noch in Ordnung- Da darf sich die Leading Lady noch ganz ungestraft via Heirat in den Hochadel emanzipieren. Wobei das in unserer neuen Fassung einen kleinen Haken hat. Denn den Grafen von Luxemburg haben wir uns bei Felix Krull ausgeliehen. Auch junge Männer  ohne Adelstitel möchten manchmal ganz nach oben... 

    ab 30 März 2026 im GÄRTNERPLATZTHEATER MÜNCHEN 

     

    DIE WIESE - Der Biene Maja zweiter Teil     ein Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund 

    Zwei Neuzugänge auf Majas Wiese: Das Ehepaar Termitini ist mit einer Holzlandung aus Südamerika angereist. Und Ameise Albert ist von seinem Volk vor die Tür gesetzt worden, weil er immer der Bestimmer sein will. Maja  und ihre Freunde brauchen eine Weile bis sie merken, welch eine explosive Mischung Sie sich mit ihrer  Gastfreundschaft da eingehandelt haben. Und dann ist es fast schon zu spät und Majas buntes Biotop wird plötzlich von einer durchgeknallten totalitären  Ameise regiert.  

    Nach GRIMM haben sich Zaufke und Lund einmal mehr bei der heimischen Tierwelt bedient, um unsere menschlichen Schwächen auf die Bühne zu bringen. Ob und wie es Maja gelingt, diese völlig an den Haaren herbeigezogene politische Entwicklung aufzuhalten, erfährt man in diesem neuen Musical. Das man gerne nachspielen darf: politisches Bildungstheater vom Feinsten!   

    IN 80 TAGEN UM DIE WELT 

    Die erste Zusammenarbeit mit dem britischen Komponisten Jonathan Dove für das Opernhaus Zürich war eine einzige Freude, ebenso die kreative Umsetzung von Ulrike Reinhard und Hanna Stejskal. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, ein ganzes Bühnenbild aus Buchseiten zu basteln? Und weil  dieser Spaß auch noch von Erfolg gekrönt wurde, kommt dieses Werk als Neuproduktion jetzt nach Berlin. Und zwar ab dem 

    15. November 2026     DEUTSCHE OPER BERLIN 

     

    DER GEHEIME GARTEN

    und noch eine Zusammenarbeit mit Jonathan Dove, die im Staatstheater Regensburg ihre Uraufführung erleben wird.  Unter der musikalischen Leitung von Tom Woods erzählt Ronny Scholz in seiner Inszenierung die Geschichte des Waisenmädchens Mary Lennox, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem verschrobenen Onkel  in einem Schloss mitten im Moor leben muss. Nachts heult der Wind um das Schloss. Aber ist das nicht in Wahrheit ein Kind, das da weint? Und was hat es mit dem geheimen Garten auf sich, der vor zehn Jahren verschlossen wurde und den seitdem keiner finden kann? 

     

    5. Dezember  2026    STAATSTHEATER REGENSBURG